Europa

Bilder, Fakten, Momentaufnahmen

Bildquellenangabe:  |  Timo Klostermeier  / pixelio.deh



Wagner und Walhalla


Der schwule bayerische Märchenkönig, Ludwig II. Der Massenmörder Adolf Hitler, Führer der Nationalsozialisten und des Großdeutschen Reiches. Später, in der Bundesrepublik Deutschland , so unterschiedliche Promis wie der gestürzte Fußballkaiser Franz Beckenbauer, der seine proletarischen Wurzeln im proletarischen Glasscherben-Viertel, im münchner Stadtteil Giesing, nie ganz verleugnen konnte. Auch wenn er  Smoking trug. Wie Migranten-Mutti und Dauerkanzlerin, die in der DDR sozialisierte Angela Merkel, die einer ganzen Macho-Riege von westlichen CDU-Granden eine persönliche Götterdämmerung bescherte:


Sie alle erlagen der Faszination Richard Wagners!


Auch bei unseren französischen Nachbarn gibt es einen bemerkenswerten Kult um Richard Wagner. Der Meister feierte ja schon zu Lebzeiten Triumphe in Paris, erzeugte Begeisterung ebenso wie Abscheu und Verdammung.

Die Komponistenenkel Wieland und Wolfgang Wagner nannten Adolf Hitler, der die Bayreuther Festspiele auch noch im letzten vollen Jahr seines "Totalen Krieges", also  1944, durchführen ließ, zärtlich "Onkel Wolf". Wieland, als Liebling des linken Kultur- und Medienestablishments, hat darüber gelacht und es freimütig erzählt, sein Bruder Wolfgang  zeitlebens energisch bestritten oder halbherzig relativiert.

 Ich durfte Wolfgang in seinen letzten Lebensjahren manchmal begleiten, auch nach Frankreich. Ich war mit Franzosen auf Pilgerfahrt in Bayreuth. Entstanden ist eine Collage, eigentlich kein Film, wie ihn die Dokumentaristen gerne gesehen hätten.

"WAGNER UND WALHALLA  -  EINE DEUTSCH-FRANZÖSISCHE LIEBE" der besonderen Art.  Film ab!

-btk-





Filmlänge:  25:17

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Hans Wembacher

www.wembacher-reisen.de


Städte und Landschaften in Europa


 Helsinki


Helsinki - die nördlichste Hauptstadt Europas am Finnischen Meerbusen:

Bevor ich mich Helsinki zuwende, einige Zahlen zu Finnland. Mit 338 000 qkm ist es das siebtgrößte Land Europas mit 187 888 Seen und 5,5 Millionen Einwohnern. Das Land besteht nur aus 8% Kulturland, rund 70% sind von Wäldern bedeckt und mehr als 10% der Landesfläche sind Binnenseen. Kurz zur finnischen Geschichte: 600 Jahre lang wurde Finnland von  Schweden regiert. 109 Jahre war es russische Provinz. S eit 1917 ist es eine selbständige Republik. Heute ist die Hauptstadt Helsinki mit 630 000 Einwohnern und mit vier Nachbarstäten zu einem Großraum von 1,2 Millionen Einwohnern verschmolzen. Früher war Turku/Abo, gegenüber von Stockholm, die Hauptstadt. Aber das zaristische Russland bestimmte die Fischerstadt Helsingfors mit damals nur 4000 Bewohnern zur neuen Hauptstadt Finnlands, da diese viel näher bei der seinerzeitigen russischen Metropole St. Petersburg liegt. Finnland ist zweisprachig. Ursprünglich war Schwedisch die Amtssprache.  Heute sind noch ca. 8% Einwohner Schwedisch sprechend, und so sind alle Straßen und offizielle Einrichtungen in den 2 Sprachen ausgeschrieben. Als Deutscher fühlt man sich sofort heimisch, da das Schwedische leicht zu verstehen ist, im Gegensatz zum Finnischen.

Nachdem ein Stadtbrand Helsingfors vernichtet hatte, beauftragte der Russische Zar den deutschen Architekten Carl Ludwig Engel mit dem repräsentativen Wiederaufbau. Mehr als 30 klassizistische Prunkgebäude wurden errichtet. Mittelpunkt ist der Senatsplatz mit der hochgelegenen Domkirche, rechts der Regierungspalast, links die Universität und im Süden liegen Bürgerhäuser und das alte Rathaus. So sind Glaube, Staat, Geist und Bürger in einem architektonischem Ensemble repräsentiert und vereint. 

Der Marktplatz liegt unmittelbar am Meer.Riesige  Fährschiffe können direkt anlegen. Wir haben hier das neue Rathaus und daneben den Palast des Staatspräsidenten. Auf dem Marktplatz gibt es neben den üblichen Souvenirläden auch zahlreiche Stände mit Spezialitäten wie Rentierfleisch, Lachs- und anderen Fischgerichten, Beeren und Kuchenangebote. Auf kleinen Hockern kann man hier im lebhaften Treiben die Mittagspause verbringen. Die mächtige Uspenski-Kathedrale, von den Russen im orthodoxen Stil gleich oberhalb errichtet, bietet am Vormittag die Teilnahme an den Gottesdiensten und den berühmten Chorgesängen. Im anschließenden ehemaligen Werftviertel sind Luxuswohnungen und Hotels entstanden. Eindrucksvoll ist das Außenministerium, davor liegen Eisbrecher vor Anker. Da die Ostsee, besonders der bottnische- und der finnische Meerbusen jeden Winter zufrieren, machen die Eisbrecher in monatelanger Arbeit den Zugang zu den Häfen frei. 

Vom Marktplatz aus ziehen sich Gartenanlagen der Esplanade entlang. Ein Brunnen der nackten Havis Amanda zeigt mit dem Hintern auf eine Apotheke, deren Besitzer beim Brunnenbau seinerzeit nicht mitbezahlte. Kaffeehäuser, Musikpavillons mit ständig wechselnden Live-Gruppen und Denkmäler der Nationalhelden schmücken die Grünanlagen. Beiderseits sind elegante Einkaufsstraßen. Das Hotel Kämp etwa bietet eine reiche Geschichte. Am Ende steht das Schwedische Theater. Von hier biegt man in die Mannerheimstrasse ein, das ist die berühmteste Meile der Stadt.. Zuerst einige Kaufhäuser, darunter das berühmte Stockmanns. Vor dem Postamt biegt rechts eine Straße ab zu dem monumentalen Bahnhof, dem Kunstmuseum Ateneum und dem Finnischen Nationaltheater, die alle um einen riesigen Platz gruppiert sind. Zurück auf der Mannerheimstrasse sehen wir an der rechten Seite den aus rötlichem Granit erbauten Reichstag. Im Sil der Nationalromantik folgt das Finnische Nationalmuseum. Gegenüber ist das Mannerheim-Denkmal.Er war einst Zarenoffizier und erkämpfte die Unabhängigkeit Finnlands. Später wurde er Staatspräsident und leitete als Oberbefehlshaber in den 40er Jahren zwei Kriege gegen die Sowjetunion unter Josef Stalin.

Gleich dahinter ist Kiasma, das Museum für Moderne Kunst und das Musikkitalado, ein Konzert-Bau für Live-Musik. Die danach folgende Finlandia-Halle war  Schauplatz der KSZE-Verhandlungen, die in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wesentlich zum Ende des Kalten Krieges beitrugen. Die Nationaloper bildet den Abschluss der Hauptverkehrsstraße. Nicht weit davon  liegen die Sportstätten des Olympiastadions.  Vor dem Eingang steht die Statue von Paarvo Nurmi, dem erfolgreichsten Leichtathleten aller Zeiten. 22 Weltrekorde, 9 Gold- und 3 Silbermedaillen bei Olympischen Spielen hat er geschafft. Der Lieblingssport ist hier aber Eishockey, und bei Schweden-Finnland dreht der ganze Norden durch.

Ganz anders ist das Denkmal für den berühmten Komponisten Siebelius konzipiert. In einem Park am Meer ist es aus Stahlröhren, ähnlich Orgelpfeifen, errichtet. Der Wind bläst hier seine ständige Melodie. Zum nächsten Höhepunkt moderner Architektur führt ein Besuch in der Felsenkirche. Hier wurde ein Granitfelsen abgetragen, die Wände sind naturbelassen, ein Dach mit gläsernen Lamellen an den Seiten bringt das Tageslicht. Eine Kuppel aus Kupferplatten krönt den Bau. So entstand ein einmaliger Kirchenraum, für Gottesdienste, Chöre, Konzerte und andere Veranstaltungen. An modernen Hochhäusern vorbei, manche ganz aus Holz, kommt man zum Westhafen. Hier gehen die Fährschiffe nach Estland, und hier war einst die größte finnische Werft. Die deutsche Meyers-Werft hat hier alles übernommen und großenteils verlagert. Durch Viertel mit Jugendstilhäusern und der Markthalle mit dem Flohmarkt kommen wir zum beliebtesten Park, dem Brunnenpark. Badebuchten und Liegewiesen sind reichlich vorhanden. Einmalig ist der Teppich-Waschplatz. Fast alle Bewohner bringen mindestens 1 x im Jahr ihre Teppiche und reinigen diese im Ostseewasser. Auf hölzernen Gestellen trocknen sie anschließend tagelang und werden dann abgeholt. Auf mehreren Inseln liegt vorgelagert die Schwedenburg-Suomenlinna. 1745 wurde die Festung gegen die Russen gebaut, und hatte damals mehr Einwohner als Helsinki. Übrigens gibt es vor der Stadt 315 Insel und fast 23 Badestrände. Auf dem Weg zum Marktplatz streifen wir das Botschaftsviertel mit der Deutschen Kirche, den Olympiahafen für die täglichen Schiffe nach Stockholm, und die Anlegestellen der Ausflugsschiffe. 

Finnland ist das Land der Saunen. 1,3 Millionen soll es in privaten Häusern und den Urlaubshütten im  Land geben. Eine der schönsten befindet sich auf Hernesaari. Die Sauna ist großzügig, das danebenliegende Restaurant vollverglast, und auf das Dach führen große Aussichtsterrassen mit tollen Ausblicken auf Helsinki. Übrigens von Österreichern erbaut. Zahlreiche Lokale bieten Finnische und Lappländische Küche. Man sollte unbedingt die Molte-Beeren probieren. Da diese Frucht nur wild in den Moorgebieten wächst, ist sie die teuerste Beere. Als Marmelade oder zu Süß-Speisen ein Gedicht.                                              Der Sommer ist wegen der langen Tage die beste Reisezeit. 

Meine Empfehlungen:

Essen: Rentierbraten, Lachs- und andere Fischgerichte, Molte-Beeren

Restaurants: Lappi Ravintola – nähe Esplanade Annakatu 22, www.lappiers.com

Ravintola Karl-Johan Oy, nähe Esplande, Yrjonkatu 21, www.ravintolakarjohan.fi 

Cafe-Restaurant Kappeli, mit großen Gastgarten, Esplanade, www.kappeli.fi 

Sauna: Löyly Helsinki, Hernesaarenranta 4, www.loylyhelsinki.fi
 


Rom

Meine Lieblingsstadt ist Rom.
    
Rom ist die Stadt aller Städte. Roma aeterna! Die ewige Stadt! Keine andere hat so viele Sehenswürdigkeiten aus fast 2800 Jahren. Seit meiner Kindheit war ich mehrere hundertmale in der Ewigen Stadt.
 Von der Antike zeugen das Kolosseum, das Forum Romanum und das Pantheon, um nur Einiges zu erwähnen von der gewaltigen Baukunst der alten Römer.
Das ausgehende Mittelalter, die herrlichen Bauten der Renaissance und später des Barocks prägen bis heute die Altstadt. 297 Paläste, die herrlich gestalteten Platzanlagen mit ihren berühmten Brunnen und Obelisken, und das malerische Gewirr enger Gassen beeindrucken wohl jeden Besucher.
Der Vatikan mit der Peterskirche, seiner berühmten Kuppel und den Vatikanischen Museen sind weitere Höhepunkte. Als offizieller Führer in der Peterskirche habe ich schon mehreren tausend Pilgern und Besuchern die Schönheiten und die Bedeutung der größten Kirche der Welt gezeigt.
Dazu kommen noch die vielen Besuche mit Musikkapellen, den Gebirgsschützen und vieles mehr bei Jubiläen und Geburtstagen von Papst Benedikt XVI. In den Vatikanischen Gärten und auf dem eindrucksvollen Petersplatz bei den Audienzen.
Rom hat noch dazu kulinarisch viel zu bieten: gute Pizzerien, Hosterien und sehr gute Restaurants. Das italienische Essen mit vielen römischen Spezialitäten - Saltimbocca - hüpft einem direkt in den Mund.
Dazu kommen die vielen Bars für einen schnellen Cappuccino oder ein Glas Wein zwischendurch und die schönen Geschäfte mit den frischen Lebensmitteln. Der schönste Markt ist auf dem Campo dei Fiori.
Durch seine 7 Hügel hat die Stadt schönste Aussichtspunkte. Ein unvergesslicher Spaziergang ist von Trastevere zum Gianicolo mit dem wunderbaren Blick über die Stadt bis nach St. Peter.
Meine Empfehlungen nach vielen Besuchen:
1. Immer zeitig Aufstehen, damit Sie nicht in langen Schlangen anstehen müssen.
2. Beste Dachterrasse: Luxushotel Raphael bei Piazza Navona. Einen Cappuccino kann man sich dort grade noch leisten.
3. Bestes Restaurant: Casa della Rampa bei der Spanischen Treppe.
4. Der schönste Spaziergang führt vom Campo dei Fiori - Trastevere - Gianicolo bis zum Vatikan

Budapest


Die malerische, durch die Donau geprägte Hauptstadt Ungarns.
Viele Beinamen hat Budapest bekommen.  „Paris des Ostens“, „Schönste Hauptstadt an der Donau“, „Europäische Badestadt Nr. 1“sind nur einige davon. Die heutige 1,7 Millionen-Stadt wurde 1893 aus 3 Städten gebildet. Die Burgstadt Ofen (heute Buda), Altofen (Obuda) im Norden und auf der anderen Donauseite Pest. So entstand Ofen-Pest, heute Budapest. In Aquincum bei Altofen zeugen noch die vielen Anlagen aus der Römerzeit von der Hauptstadt der Provinz Pannonien,. Hier wurden auch die ersten Bäder angelegt. Die Ungarischen Könige regierten auf der Burg, ebenso die Türkischen Paschas, und später die Habsburger Kaiser, die zugleich Könige von Ungarn waren. Bis zum Burgviertel ziehen sich die Budaer Berge und über der Donau liegt Pest bereits in der flachen, ungarischen Tiefebene. Durch diese geologische Bruchkante ergibt sich, das die Stadt 129 Thermal- und Mineralquellen hat, so viele, wie keine zweite Stadt Europas.
Das Burgviertel wird durch den riesigen Komplex der Burg mit der markanten Kuppel geprägt. Museen, Bibliotheken sind heute dort untergebracht, gleich daneben residiert der Staatspräsident. Vom Georgsplatz an stehen alte Bürgerhäuser hinauf bis zur Matthiaskirche.
Unter den Häusern sind tiefe mittelalterliche Gewölbekeller, die oftmals als Wirtschaften dienen, auf einer Länge von 10  Kilometern. Die älteste Konditorei ist Ruszwurm und daneben die Filiale des Porzellan-Herstellers Herend. Die Matthias-Kirche, vom gleichnamigen König  im gotischen Stil errichtet, war während der osmanischen Besetzung dann Moschee, und nach Vetreibung der Türken wiede christliche Kirche, die auch als Drehort für die Sissi-Filme diente.  Vor dem Platz steht das Denkmal für den Hl. Stefan, der Ungarn zum Christentum führte und das Ungarische Königreich begründete. Gleich dahinter ist der Aufgang zur Fischer-Bastei. Hier hatten im Mittelalter die Fischer in der Wasserstadt (direkt unterhalb
an der Donau) diesen Bastei-Abschnitt zu verteidigen. Um 1900 wurde dieser Abschnitt neuromanisch erneuert, und ist heute die berühmteste Aussichtsterrasse der Stadt. Die Reste des Dominikanerklosters wurden in das Luxus-Hotel Hilton integriert.
Eine barocke Dreifaltigkeitssäule ist Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die Gassen des Burgviertels. Um 1800 wohnten hier die meisten Leute und es gibt hier zahlreiche Museen, das Alte Landhaus und das Wiener Tor. Gleich darunter liegt der Heuplatz  (Moskau-Ter). Hier kann man Ausflüge in Budaer Berge unternehmen, wobei der Johannis-Berg (JanosHegy) mit 529 m der höchste ist. Die Stadt dagegen liegt auf nur 102 Meter Meereshöhe. Auf der Generalwiese (Vermezö) liegt der Südbahnhof, von wo die Züge Richtung Plattensee abfahren.
Gegenüber von Altofen liegt die Margaretheninsel. Autofrei, mit mehreren Bädern und Hotels,  idyllisch in der Donau und ist bei den Stadtbewohnern sehr beliebt. Von dieser Brücke zieht sich die äußere Ringstaße bis zur Petöfibrücke im Süden. Die einzelnen Abschnitte heißen Stefan-, Theresien-, Elisabeth- und Franz-Josef Ring und umfassen große Teile der Innenstadt von Pest. Flußabwärts liegt auf der linken Seite Pest. Einst führten nur Fähren über die Donau. Heute gibt es im Stadtgebiet 12 Brücken. Die älteste und zugleich schönste ist die 380 Meter lange, 1839 erbaute Kettenbrücke mit ihren zwei, an den Triumphbogen von Paris erinnernden 48 Meter hohen Pylonen. Weil er, es war Hochwasser, 8 Tage lang nicht über die Donau zur Beerdigung seines Vaters konnte, ließ der Graf Szechenyi, sie errichten. Von hier gibt es den kleinenRing bis zur Freiheitsbrücke (ehem. Franz-Josef-Brücke), der umfasst das Innere Zentrum. Gleich nach der Kettenbrücke steht das schöne Gebäude der Akademie der Wissenschaften. Flußaufwärts kommt dann das bekannteste Gebäude der Stadt, das Parlament. Neugotisch, hat es eine 268 m lange Donaufront und 691 Räume. Am Donauufer sind die zahlreichen Ausflugsschiffe vertäut. Man sollte unbedingt zweimal eine 1-stündige Rundfahrt - einmal bei Tag und einmal bei Nacht - unternehmen. Beide zusammen kosten z.Z. 10,— €. Auf der Promenade oberhalb sind große Hotels und Restaurants. Die Redoute (Vigado) ist ein berühmtes Ball- und Konzerthaus. Liszt, Strauß, Wagner und Bartok traten dort auf. Gleich dahinter ist der Vörösmarty-ter, der alte Gisela-Platz. Hier steht das berühmte Café Gerbeaud (Kogler), das als erstes Pralinen in Kartons verpackte. Von hier zieht sich die eleganteste Einkaufsstraße, die Waitzner Gasse (Vaci ut). Kaufhäuser, viele Cafés, und lauschige Plätze laden zum Bummeln ein. Bei der Elisabeth-Brücke führt die Kossuth-Lajos-Straße und Rakozi-Straße zum Ostbahnhof. Die großbürgerlichen Bauten erinnern, das Ungarn einst einer der größten Staaten Europas war, und im Innern von Pest arbeiten heute noch jeden Tag über 250 000 Pendler . Die Verlängerung der Waitzner Straße führt uns zur großen Markthalle, die mit ihrem reichhaltigen Nahrungsangebot zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählt. Gleich daneben ist das ehemalige Hauptzollamt, das als Uni genutzt wird. In den Lagerhäusern am  Flussufer sind heute moderne Lokalitäten und beliebte Treffpunkte für Studenten und andere junge Leute. Über die Freiheitsbrücke kommt man zum Luxushotel Gellert. Berühmt vor allem für das im griechischen Stil erbaute Hallenbad, aber auch mit einem neuen Wellenbad im Freien ein äußerst beliebtes Thermalbad. Flußabwärts folgt die Technische Universität. Oberhalb liegt die Zitadelle auf dem Blocksberg oder Gerhardsberg (Gellert hegy). Die Österreicher errichteten diese Zwingburg und am Abhang steht der Hl. Gerhard, der in einem Faß vom Berg in die Donau stürzte und den Märtyrertod erlitt
. Wenn man zurückkehrt zur Markthalle, kommt man über den kleinen Ring zum Nationalmuseum. Und weiter zum Judenviertel. Die Hauptsynagoge, für 6000 Besucher, wurde 1859 fertiggestellt. In den dahinterliegenden Straßen war bis zum Ausbruch der Corona-Krise eines der belebtesten Ausgangsviertel mit bis zu 100 000 Besuchern am Wochenende. Jetzt ist das meiste geschlossen und nur wenige kommen hierher, am meisten fehlen die jungen Ausländer aus ganz Europa. Nach dem Rathaus und dem Elisabethplatz kommt noch die Stefansbasilika, mit markanter Kuppel. Aber Budapest war nie Bischofsitz, der residiert bis heute in Gran (Esztergom) am Donauknie.
Eine der großen Prachtstraßen ist die Andrassy-ut. Gebaut für die 1000-Jahrfeier der Ungarischen Landnahme 896 wurden hier die erste U-Bahn Kontinental-Europas, die Oper, Musik-Hochschule und vieles mehr geschaffen. Heute sind alle großen Luxus-Marken mit ihren Geschäften vertreten. Am Ende ist der Heldenplatz mit Denkmal, Museen und dem anschließenden Stadtwäldchen. Hier errichtete man eine mittelalterliche Burg, Kopien von den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Ungarns, Freizeiteinrichtungen und das Szechenyi-Bad. Nicht weit entfernt liegt das große Nepstadion.
Ungarns Küche ist für für das Gulyas berühmt. Eigentlich eine Suppe ,wird es auch als Kessel-Gulasch (bogracsgulyas) gekocht. Das bei uns aber bekannte Gulasch heißt hier Pörkölt. Beilagen sind Nockerl oder Kartoffeln. Beliebt ist auch Zander und Fischsuppe. Und ein Palatschinken mit Schokolade, Nüssen und Eis rundet jedes Mahl ab. Wein gibt es aus Tokaj, oder von den Bakony- und Schildbergen. Auch in unmittelbarer Umgebung von Budapest gibt es Weinberge und bekannte Weinorte.
Budapest ist von uns einfach über die Autobahn Salzburg - Wien zu erreichen und liegt nur 570 km von entfernt. Ein Abstecher zum Donauknie im Norden der Hauptstadt oder zum Plattensee, oder zu einem Pferdegestüt ist immer ein zusätzliches Erlebnis
Meine Empfehlungen:
Restaurants: Altofen – Kehli Vendeglö www.kehli.hu
Pest -  Vörös Postakocsi b. Markhalle www.vorospk.com
Pest – Trattoria Pomo d`Oro www.pomodorobudapest.com - super Weinschenken: Schieszl Borhaz, Budakalasz, www.schieszl.hu
Cafe:  Gerbeaud – www.gerbeaud.hu – am besten Platz
New York – www.newyorkcafe.hu. – historisches Cafe, neu renoviert
Bäder: Gellert-Bad  www.gellertfurdo.hu
Szechenyi-Bad. www.szechenyifurdo.hu
Schifffahrt: www.silver-line.hu



Edinburgh - Schottlands Hauptstadt

Eine der schönsten Städte der Welt!
Der Mittelpunkt der Landschaft Lothian wird auch als „Athen des Nordens“ bezeichnet. Eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, reichstes kulturelles Angebot in Museen und Galerien und nicht zuletzt die Säulen auf dem Carlton Hill haben dazu beigetragen. Edinburgh liegt mit dem Hafen Leith am Firth (Fjord) of Forth, einer Ausbuchtung der
Nordsee. Südlich erstrecken sich die Lowlands, das Unterland, und über die  Forth-Brücken geht es zu den Highlands nach Norden. Östlich liegt die alte Rivalin Glasgow, Industriestadt und größte Stadt Schottlands 75 km entfernt. Aber das politische und kulturelle Herz und bleibt Edinburgh. Hier sind es eigentlich 2 völlig verschiedene Städte. Auf dem vulkanischen Burgfelsen wurde im 5.Jahrhundet eine Festung gebaut und nach König Edwin benannt. Diese beherrscht die ganze Altstadt.
Vom Burgtor führt der Weg zur Half Moon Battery. Hier wird täglich um 1 Uhr ein Schuss abgefeuert - nicht um 12.00 weil sonst die sparsamen Schotten 12 Schüsse bräuchten. Das ganze Areal ist im Besitz der Krone, ein schottisches Regiment Ist stationiert. Gleich oberhalb ist das älteste Gebäude der Stadt, die Kapelle von der Hl. Margarethe, 1090 erbaut. Im Palast ist das Schlafzimmer von Maria Stuart zu sehen, die hier ihren Sohn Jakob VI. den späteren König von James I. von England und Schottland gebar. Ein interessanter Rundgang führt mit Madame Tussauds Wachs-Figuren durch die schottische Geschichte und zu den Kronjuwelen, mit Krone, Zepter und Schwert. Der von den Engländern geraubte Krönungsstein ist mittlerweile auch zurück gegeben. Die große Halle ist Festsaal und zugleich Waffenausstellung. Für die gefallen Schottischen Soldaten ist eine große Gedenkhalle errichtet. Das alte Gefängnis und der kleine Hundefriedhof sind weitere Teile der Anlage. Gleich unterhalb der Burg ist der Aufmarschplatz für den Militärischen Zapfenstreich (Taatoo), der von Musikkapellen und Soldaten vieler Länder während der Festivalzeit im August fast täglich aufgeführt wird.
Dann beginnt die Royal Mall - die Prachtstraße der Altstadt, die bis zum Königspalast Holyrood führt. Hier entstanden bereits im Mittelalter Häuser mit bis zu 20 Stockwerken, engen Seitengäßchen und 66 Hinterhöfen. Dies sind dieSchauplätze schottischer Spukgeschichten, besonders Nachts und bei Nebel gespenstisch. Neben Hub, einst Kirche - jetzt Verkehrsamt, sind zahlreiche Geschäfte mit Kilts und Schottischer Kleidung. Das Pub „Deacon Brodie“ erinnert an den Stadtrat, der tagsüber ehrbarer Bürger und nachts ein berüchtigter Dieb war. An vielen Stellen spielen Piper den Dudelsack. Stadtpatron ist der Hl. Ägidius, dem auch die Kathedrale geweiht ist. Die Thistel- (Distel) Kapelle ist für den wichtigsten Orden die prunkvolle neugotische Versammlungsstätte. In der Kirche ist auch ein Denkmal für John Knox, den puritanischen Reformator, der den Grundstein für die Schottische Kirche und Schule legte. Das Alte Parlament und auf der gegenüberliegenden Seite das Rathaus umgeben die Kathedrale.  Etwas weiter folgt das Wohnhaus von Knox und über Cannongate kommen wir zum neuen Schottischen Parlament, ein spektakulärer Bau und 2004 eröffnet. Der Palast von Holyrood- (Heilig-Kreuz) Palace, einst Abtei, ist  die berühmte Königsresidenz. Diese wird heute noch von der Königin für Empfänge genutzt. Schließlich ist Prinz Philipp noch immer der Herzog von Edinburgh. Hier wurde der Sekretär von Mary Stuart mit 65 Stichen vor ihren Augen ermordet. Ein riesiger Park mit 240 Hektar und der 250 m hohe Aussichtsberg Arthur´s Sitz schließen sich an. Das schuppenförmige Gebäude „Dynamic Earth“ ist eine Dauerausstellung über unseren Planeten. In der Mitte der R. Mile biegt man ab zum Nationalmuseum und zum malerischen Grassmarket. Viele Kneipen und Lokale sind hier, wo einst der Galgen stand. Bei der Greyfriars Church ist das Hundedenkmal von Bobby. Nach der Beerdigung seines  Besitzers blieb der treue Vierbeiner dann 14 Jahre auf dem Friedhof und betrauerte sein Herrchen. 
Ganz anders ist die Neustadt. Getrennt durch einen tiefen Grüngraben, der für Musik- und Tanzaufführung genutzt wird, bietet die Hauptgeschäftsstraße der Princess-Street herrliche Ausblicke auf die Festung und die Fassaden der Altstadt. Hier gibt es große Kaufhäuser, das bekannteste ist Jenners.  In der Mitte steht das neugotische Denkmal für Sir Walter Scott, einen der berühmtesten Schotten. Die Schottische Nationalgalerie, wie fast alle Museen, kann kostenlos besichtigt werden. Von Rubens, von Dyck, El Greco, Turner, bis van Gogh ist alles im Überfluss vertreten. Die Neustadt ist im 18. Jahrhundert planmäßig erbaut worden, mit großen Plätzen, breiten Straßen, Denkmälern und stattlichen Häusern. Alles im Georgianischen Stil. Die Fassaden sind gleich, nur die Türen individuell. Halbmondförmig, oval oder rund sind die Platzanlagen und die Häuser entsprechend. Die vornehme Gesellschaft residierte hier. Der beste Platz, um die ganze Stadt zu überblicken, ist der Carlton Hill. Man sieht bis zum Hafen, die Küste, zur Halbinsel Fife, die Brücken des Forth, und die ganze Stadt. Einst wollte man das neue Parthenon erbauen, aber das Geld ging aus und so steht heute nur 1 Säulenfassade. Beim Nelson-Tower fällt um 1 Uhr zeitgleich mit dem Schuß ein Zeitball. Früher Signal für Seeleute, die Uhr zu stellen. Am Fuße des Carlten-Bergs ist der Sitz der Regierung, und man darf gespannt sein, ob sich Schottland nicht von Großbritannien abspaltet. Besonders jetzt, nach dem Brexit.
 Auf alle Fälle sollte der Botanische Garten mit dem Palmenhaus besucht werden. In der Rose-Street sind die besten Pub´s, viele Restaurants der Stadt und hier kann man recht ordentlich Essen. Spezialität ist Haggis. Es enthält Schafsinnereien,
Hafermehl, Rüben und Kartoffeln. Daneben natürlich Lachs, Moorhuhn, Wild und Steaks. Lammkeule ist besonders bei den wetherspoon-Lokalen zu empfehlen. Viele ehemalige Viktorianische Bankgebäude sind inzwischen zu Nobel-Pub´s umgebaut. Ein Besuch der Tea-Time im Luxushotel Balmorel ist unvergesslich. Die Schotten haben viele Gemeinsamkeiten mit den Bayern und deshalb fühlen Sie sich gleich heimisch.
Meine Empfehlungen:
Wandern. Carlton-Hill und Arthur´s Sitz
Museum: Schottische Nationalgalerie
Restaurants/Pubs;
The Guildford Arms. www.guildfordarms.com
The Standing Order www.jdwetherspoon.com – Georg Str. 62-66
Dirthy Dick´s  Rose Str. 159 – urigstes Pub.
Deacon Brodies Tavern www.nicholsonspubs.co.uk – Royal Mile 435
The Wedgwood Restaurant  www.wegdwoodtherestaurant.co.uk
Hier gibt es das beste Haggis und Wild

Paris - Die Hauptstadt Frankreichs


Paris ist, in seinen offiziellen Grenzen ,keine besonders gigantische Metropole. Der Fläche nach  viel kleiner als etwa Berlin, nach Einwohnern eben mal im europäischen Mittelfeld. Aber in der Metropolregion der Ill de France wohnen insgesamt 12,5 Millionen und   die sorgen für eine lebhafte Atmosphäre bei Tag und Nacht.

 Die Seine, ein breiter Fluss, teilt die Stadt In eine Nord- und Südhälfte. Zwei Inseln im Strom waren die ersten bewohnten Gebiete und wurden vom keltischen Stamm der Parisi „Lutetia“ genannt. Auf der größeren, der Cité, der Stadtinsel, entstand die erste Königsburg der fränkischen Merowinger im Westen mit der schönsten gotischen Kapelle, der Sainte-Chapelle,  mit ihren großartigen Glasfenstern. Es folgt der Blumenmarkt und östlich die Kathedrale Notre Dame, die nach einem verheerenden Brand bis 2024 wiederhergestellt werden soll. Sie ist eine der ältesten gotischen Kirchen mit prächtiger Ansicht und Ausstattung. Vor ihrem Eingang liegt der Nullpunkt aller Straßen Frankreichs und alle Entfernungen werden von hier aus gemessen. Die Nachbarinsel des Hl. Ludwig ist mit Stadt-Palais und großbürgerlichen Wohnungen einer der teuersten Plätze der Stadt.

Auf der Nordseite der Seine ist gleich das Rathaus im Renaissancestil, und der Louvre, das Prunkschloss von Franz I., und heutige Museum. Von den Tausenden von Einzelstücken sei nur die Mona Lisa von Leonardo da Vinci erwähnt. Der anschließende Park der Tuillerien beginnt am Kleinen Triumphbogen. Hier steht geschrieben, daß Bayern, nach der Schlacht von Austerlitz, am 1. Januar 1806 zum Königreich erhoben wurde. Ein Königreich von Napoleons Gnaden. Bis zum Großen Triumphbogen Ist die Sichtachse 3,2 km lang. Der anschließende Einheitsplatz Concorde ist einer der größten der Welt. Beim Obelisken sieht man das Parlament, die Kirche St. Marie Madalaine, und die Prachtstraße Champs-Elysées die zum großen Arc de Triomphe (1,9 km) hinaufführt. Auf dem 84 000 qm großen Platz war einst der Standplatz der Guillotine. Abertausende von Menschen wurden hier hingerichtet.  Hier ist übrigens der 1. Stadtbezirk, die folgenden drehen sich im Uhrzeigersinn spiralförmig bis zum 20.Arrandismont.  Durch die Parkanlagen am großen und kleinen Palais, die Ausstellungen dienen, vorbei, kommt man zu den großen Kinos und Autosalons. In den Nebenstraßen sind viele Luxushotels. Am Etoile, dem Sternplatz, heute Place Charles-de-Gaulle, münden 12 Straßen im Kreisverkehr. Vom Nationaldenkmal mit dem ewigen Feuer sieht man den neuen Triumphbogen (110 m hoch), der zur 200-Jahrfeier der Revolution errichtet wurde, im modernen Viertel La Defens mit den vielen Wolkenkratzern. Über die vornehme Avenue Kleber kommt man zum Trocadero. An diesem Platz sind viele Cafés und bei der großen Terrasse des Palais Challiot hat man den schönsten Blick auf den Eiffelturm. Wir bleiben aber auf der Nordseite. Eine der schönsten Einkaufsstraßen ist die am Élysée-Palast vorbeiführende Modestraße Rue Faubourg St. Honoré. Rund um der dem Parthenon nachgebauten Magdalenen-Kirche, sind die besten Feinkostgeschäfte wie Fuchon und das Haus des Kaviars.
An einem der großen Boulevards, den Bollwerkstraßen, die anstelle der alten Stadtmauern errichtet wurden, kommt man zur Pariser Oper. Von Charles Garnier errichtet ist es eines der berühmtesten und größten  Häuser, aber heute nur noch für Ballett vorgesehen. Nicht weit liegt einer der schönsten Plätze, der Place Vendome mit den gleichmäßigen Fassaden von Mansart, der Prachtsäule Napoleons und dem legendären Ritz-Hotel. Hinter der Oper liegen die großen Kaufhäuser Lafayette und Printemps. Die Parfümabteilungen, Schmuck und Taschen verführen zum Einkauf, dazu die herrlichen Glaskuppeln und nicht zuletzt die kostenlose Aussichtsterrasse mit Cafe auf dem Dach vom Printemps bieten einen grandiosen Ausblick auf alle Sehenswürdigkeiten und die Dächer von Paris. Der Berg der Märtyrer, Montmartre, ist mit 127 m die höchste Erhebung in Paris. Sacre Coeur, die Sühnekirche, ist bis spätnachts geöffnet. Auf den Stufen bis in den Park sitzen Tausende und genießen die Aussicht. Geich um die Ecke liegt der Place de Tetre, mit den Malern und Porträtisten, den vielen Lokalen und Restaurants des ehemaligen Weinbergviertels. Auch die Straßen unterhalb laden wie das Abbesses-Viertel zum Bummeln und zur Einkehr ein. Die unterste Straße ist die des Nachtlebens. Im Gegensatz zu den vielen Kaschemmen und Abzockbars am Pigalle, ist das Moulin Rouge seriös und man bekommt hier ein erstklassiges Programm mit Spitzenakrobaten, eine tolle Bühnentechnik und nicht zuletzt die vielen Spitzentänzerinnen zu sehen.. Rund 600 Leute arbeiten für die 2-Stundenshow. Bei der Port de Clignancourt wartet am Wochenende der Flohmarkt und für die Fußballfreunde wartet das Stadion de France in St. Denis. In der dortigen Kathedrale ruhen die meisten französischen Könige.
Hinter dem Palais Royal, gegenüber vom Louvre, erstreckt sich ein Teil der Nationalbibliothek. Die ehemaligen Markthallen wurden abgerissen, der Markt nach außerhalb verlegt und hier entstand ein neuer Fußgängerzonenbereich – Le Halles Beaubourg. Das Centre Pompidou wurde das neue Kulturzentrum mit Ausstellungen, Bibliotheken und Vielem mehr. Das Judenviertel und das Marais schließt sich an. Besonders am Sonntag, wenn alle Geschäfte offen sind, ist hier viel Betrieb. Das Seine-Ufer beim Rathaus ist im Sommer den Radlern und Fußgängern vorbehalten und die Bouquinisten mit ihren Verkaufsständen sind beiderseits des Flusses. Im Osten ist der mittelalterliche Vogesen-Platz, der Republikplatz und die Bastille sehenswert und heute eines der beliebtesten Ausgangsviertel. Die neue Oper und den Bahnhof Gare du Lyon mit seinem Belle Epoche-Restaurant sollte man besuchen. Auf der Südseite der Seine steht das mächtige Pantheon. Die älteste(?)  Universität Europas, Sorbonne, und das Quartier Latin sind naturgemäß von Studenten bevölkert. Der Luxemburg-Park mit dem Medici-Schloss ist sicherlich der schönste Park der Stadt. Im Observatorium, daneben, gibt es das Ur-Kilo und den Ur-Meter. Schaurig sind die Katakomben mit Skelett-Gängen. Imposant der Invalidendom mit goldener Kuppel und Napoleons Grab und dem Armeemuseum. Die schönste Brücke ist die Alexanderbrücke und nicht weit ist die Pont de l`Alma, mit dem goldenen Herz Denkmal für Prinzessin Diana. Gegenüber ist der Eingang zu den Abwasserkanälen der Stadt, die man besichtigen kann.
Der Eiffelturm, zur Weltausstellung 1889 errichtet, bietet eine Fernsicht bis zu 50 km über die Stadt und funkelt abends jede Stunde. Eine Schiffahrt auf der Seine, mit den Bateaux Mouches sollte auf alle Fälle unternommen werden – man sieht alle bedeutenden Bauten der Stadt von einer völlig neuen Perspektive. Natürlich gäbe es über die Stadt mit den vielen Theatern, Museen, Kirchen, Palästen und schönen Parks noch mehr zu berichten. Über 10 000 Restaurants bieten Gerichte aus aller Welt. Die Franzosen lieben das Essen. Bestellen Sie eine Plate de Jour (Tagesgericht) oder eines der Menüs. Sind nicht teuer und sehr gut, ebenso die Baguette-Sandwich mit Schinken, Käse und Pastete. Die Creperien bieten unzählige Pfannkuchen-Variationen an.  Und die Getränke an der Bar sind immer billiger als am Tisch. Frankreich ist der größte Weinproduzent der Welt und die Einheimischen besuchen mehrmals am Tag ein Bistro. Besuchen Sie Paris und Sie werden sich in die Stadt verlieben.

Meine Empfehlungen
Aussichtspätze: Montmartre, Eiffelturm, Tour Montparnasse, großer Triumphbogen, Trocadero, Centre Pompidou, Dachterrasse Kaufhaus Printems - kostenlos
Restaurants: Le Relais de L´ Entrecote, Quartier Latin, www.relaisentrecote.fr
Rest. Jardin Notre Dame, 2, Rue du Petit Pont, T.+33 143 54 0375
Ess-Markt: Marche des Enfants Rouge – ein Erlebnis mit vielen kleinen Wirtschaften, Rue de Bretagne
Ketten-Rest: Hippopotamus www.restaurants.hippopotamus.fr  und Leon de Bruxelles www.leon-de-buxelles.fr 
Cafes: Cafe de Flore – Boulev. St. Germain, www.cafedeflore.fr
Shakespeare and Company – bei Notre Dame – mit antiken Buchladen- www.shakespeareandcompany.com
Clown-Bar – Rue Amelot 114, www.clown-bar-paris.com
Cafe de la Paix – bei der Oper www.cafedelapaix.fr
In-Viertel: Canal St. Martin, Bastille, Marais, Quartier Latin, Montmartre
Varieté: Moulin Rouge – Boulev. de Clichy  www.moulinrouge.fr
Schiffahrt: Bateaux-Mouches www.bateaux-mouches.fr   Bateaux Parisiens  www.bateauxparisiens.com 
 


Apulien


Apulien - von der Hauptstadt Bari bis zu den Rundbauten der Trullis

Apulien ist einer der nicht so bekannten Teile Italiens, liegt an der blauen Adria und ist nur 75 Flugminuten von München entfernt. Vom Flughafen Bari sind es dann nochmals 20 Minuten in die Stadt. Gleich am Anfang stehen die Gebäude der Levante-Messe, der größten Süditaliens. Am Hafen entlang kommen wir zum mächtigen Kastell, das der Hohenstaufer-Kaiser Friedrich II. errichten ließ. Die Altstadt ist eine Halbinsel in der Adria und teils von mächtigen Mauern umgeben. Im alten Bari gibt es viele gewundene Gassen und die Häuser halten sich in den oberen Stockwerken gegenseitig durch Schwippbögen. Kleine  Geschäfte, Bars und Hausfrauen, die vor ihren Häusern die Orecchiette, Spezialnudeln aus Hartweizen, fertigen, prägen das gemütliche Leben. Besonders markant ist die im apulisch-romanischen Stil erbaute Wallfahrtskirche des Hl. Nikolaus von Myra. Nach der normannischen Eroberung brachten Seeleute seine Gebeine 1087 nach Bari. Er gilt als Patron der Seefahrer, Kinder und der Schüler. In der Krypta liegen die Reliquien und viele Pilger aus der ganzen Welt, besonders viele orthodoxe Griechen und Russen,  kommen hierher. Die durch die Prachtstraße Viktor Emanuel, an der das Rathaus und die Prefäktur liegen, getrennte Neustadt ist mit den rechtwinkligen und breiten Straßen das genaue Gegenteil, Geschäfte, Fußgängerzonen und großzügige Plätze sorgen für ein reges Großstadtleben der 320 000 Einwohner. 

Eine Panoramastrasse führt uns am Meer entlang nach Polignano, das auf einem steilen Felsen über der Adria liegt. Monopolist ist die folgende Hafenstadt mit großer  Kathedrale. Auf keinen Fall versäumen sollte man die nahen, im Landesinneren liegenden Grotten von Castellana.  Erst 1938 entdeckt, sind sie neben den Adelsberger Grotten die größten Europas, und die „Weiße Grotte“ mit ihrem Stalagmiten- und Stalaktitenreichtum ist unübertroffen. Der Weinort Locorotondo hat ein kleines malerisches Ortszentrum mit einer schönen Kirche und verschiedene Cantinen laden zur Weinverkostung ein. 

Eines der Hauptprodukte der Landwirtschaft ist die Olivenproduktion und die

Herstellung von hochwertigem Olivenöl. Die orthodoxen Basilanermönche führten im 12. Jahrhundert in Apulien  die Olivenplantagen ein. Heute werden hier auf 370 000 ha 200 000 Tonnen Oliven geerntet. Zwischen 5-7 kg werden benötigt um 1 Liter zu

produzieren. Dies entspricht 35% der von Italien hersgestellten Gesamtmenge und wird in 1400 Ölmühlen verarbeitet.

Ziel ist ein naturreines Öl mit weniger als 1 Grad Ölsäure, dann erhält es die Bezeichnung „OLIO EXTRA VIRGINE DI OLIVA“. Viele Ölmühlen bieten eine kostenlose Besichtigung und man kann dort die Öle probieren.

Ostuni beherrscht strategisch die Küstenebene und wird als „weiße Stadt“ bezeichnet. Alle Häuser sind weiß getüncht, den Weg zur hochgelegenen Kathedrale säumen kleine Läden und zum Abschluss sind die Eisdielen und Bars am Hauptplatz zu empfehlen. Torre Cani ist der Badeort am Meer mit einigen Hotels und langem Strand. Egnatia ist die am besten ausgegrabene Römerstadt der Region. Mit Basilika, Amphitheater und Tempeln wurde sie 545 vom Ostgotenkönig Totila zerstört. In Pezze di Grecco sollte man unbedingt für eine Mittagspause den Agrotourismo besuchen. Viele Spezialitäten aus der apulischen Küche kann man hier probieren und ein Rundgang durch die tausendjährigen Olivengärten ist unvergesslich.

Über Fasano kommen wir wieder auf die Murge-Anhöhe, die sich durch ganz Apulien zieht. Gepflegte Häuser und Gärten, Alleen und Felder begleiten uns zu einen der Höhepunkte dieser herrlichen Landschaft. Plötzlich reihen sich die Spitzen der Trullis, der berühmten Rundhäuser, links und rechts der Straße. Höhepunkt ist die Stadt Alberobello und zugleich Weltkulturerbe. Über 10 000 Einwohner bewohnen mehr als 1100 Trullis, manche sogar zweistöckig. Es gibt sogar die Trullikirche des Hl. Antonius auf der höchsten Stelle. Bei einigen darf man auf die angebauten Dachterrassen und sieht an den kegelförmigen Dächern christliche Symbole. Sie sind ohne Mörtel in Form eines falschen Gewölbes errichtet. Wenn es einer Familie zu eng wurde, baute man einfach einen weiteren Trullo (Einzahl) an. Wer möchte kann in den Trullis auch übernachten. Ganze Hotelbetriebe haben sich etabliert. Eine Besonderheit, meist nicht weit vom Meer entfernt sind die Masserien. Einst Gutshöfe, sind viele heute luxuriöse Unterkünfte und die Gäste haben das Gefühl, auf Bauernhöfen zu leben. Die Apulier, oft sehr klein gewachsene Menschen, sind lebenslustig und lassen Sie gerne an ihren Festen teilhaben. 

Meine Empfehlungen:

Wandern, Stadtmauer Bari, Besuch Grotten Castellana

Spezialitäten: Orecchiette (Öhrchen) – Nudel aus Hartweizen – hier zuhause

Safranhaltiges, hartkrustiges Brot, Pecorino (Schafskäse)- 

Fleisch: Lamm von der Murge – Fisch: Meeresfrüchte an der Küste

Essen: In Bari viele Lokale an der Piazza Mercantile 

Alberobello: Pizz. Terminal, via Indipendenza, 4 Zentrum, www.ristoranteternminal.it

Weinkeller (Cantina) in Locorotondo – Bianco di Locorotondo probieren

Agrotourismus :Masseria Priori – Via Angelini, 37, Pezze di Greco b. Fassano www.farpuglia.it

Ölmühle: Cisternino, Il Frantolio, di d´Amico Pietro, Bio-Betrieb, super – www.ilfrantolio.com 

Unterkunft: Masseria Santa Lucia Staatsstraße S.S. 379, Ausfahrt Costa Merlata info@masseriasantalucia.it


www.wembacher-reisen.de